Kurze Geschichte

Kurze Geschichte des Volkshauses und der Genossenschaft

Das Kerngebäude des Volkshauses wurde weitgehend in Eigenhilfe errichtet durch die Mitglieder der 1929 gegründeten Eigenheimgenossenschaft. Ziel war es, den Büttelborner Arbeitervereinen eine Heimstatt zu bieten.

Baubeginn war im Frühjahr 1930. Erstmals genutzt wurde das Gebäude zur Kerb (Kirchweih) 1931. Die offizielle Einweihung fand an Pfingsten 1932 statt.

Die Nationalsozialisten verboten die Arbeitervereine, erklärten die Genossenschaft für staatsfeindlich und enteigneten das Gebäude im Mai 1933 entschädigungslos. Mitglieder der Genossenschaft mussten teilweise für die noch bestehenden Schulden haften, die auf dem Gebäude ruhten, und wurden politisch verfolgt. Die Einrichtungen wurden weitgehend zerstört und das Gebäude als Maschinen- und Werkshalle vermietet und genutzt.

Nach der Befreiung durch amerikanische Truppen nutzten diese das Gebäude als Versorgungsdepot. 1947 gaben die amerikanischen Besatzungsbehörden die Liegenschaft an die in Gründung befindliche und noch heute bestehende Volkshausgenossenschaft eG zurück. Die Entschädigung durch das Land Hessen und die Unterstützung durch die wieder demokratisch geführte Gemeinde versetzten die Genossenschaft in die Lage, das Haus wieder herzurichten und als Veranstaltungsort mit florierender Gastwirtschaft zu nutzen.

Nach zahlreichen An- und Umbauten hat das Volkshaus heute die Funktion eines Bürgerhauses im Ortsteil Büttelborn. Die Sport- und Kulturvereinigung 1904/1946 e.V., die Arbeiterwohlfahrt und der Ortsverein der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands nutzen es als Vereinslokal. Darüber hinaus steht es den Vereinen und politischen Gruppierungen der Gemeinde Büttelborn, der politischen Gemeinde selbst, aber auch Privatpersonen und gewerblichen Nutzern für Feiern, Tagungen und sonstige Veranstaltungen zur Verfügung.

Die Genossenschaft wird ehrenamtlich geführt; die Gastronomie ist verpachtet.